Hier verliert der Takt zuerst.
Manche Abende kippen nicht durch Streit. Sie kippen durch Musik, die zu laut, zu tief und zu überzeugt davon ist, noch gebraucht zu werden.
Der Tuba-Trunkenbold kommt, wenn die Kapelle längst müde sein müsste, aber trotzdem weiterspielt, als hätte der letzte Ton noch eine Rechnung offen. Ab dann wird jeder Refrain breiter, jeder Krug schwerer und jede schlechte Idee erstaunlich rhythmisch.
Hier randaliert die Raute.
Freistaat-Fieber ist laut, stumpf und verdächtig überzeugt von sich selbst. Es riecht nach Bierbank, Blech, Hendlfett und diesem besonderen Moment, in dem jemand „des passt scho“ sagt, obwohl wirklich gar nichts mehr passt.
Ein plakatives Weißblau für Rauten, Rausch und Restwürde. Für Nächte, in denen Tradition nicht erklärt wird, sondern einfach breitbeinig am Tisch sitzt, mitklatscht und noch eine Runde bestellt.